Woher kommt – und wohin geht das CO2?
Tauen die Permafrostböden in der Arktis, setzen sie CO2, aber auch das stärker wirkende Treibhausgas Methan frei. Für eine bessere Abschätzung der künftigen Emissionen untersucht CLICCS verschiedene Prozesse detailliert, um sie in Klimamodellen möglichst genau abzubilden.
Eine dickere aktive Bodenschicht und eine höhere Temperatur des Unterbodens fördern die Zersetzung der organischen Bodensubstanz und damit die Produktion von Methan. Zwar wird Kohlenstoff vor allem als CO2 freigesetzt, in der feuchten Tundra liegt der Anteil von Methan jedoch bei fast sieben Prozent, in trockenen Böden hingegen bei weniger als 0,3 Prozent.
Im Zusammenhang betrachtet, ergibt sich ein anderes Bild: Feuchte und trockene Böden emittieren etwa gleich viel Methan, wenn die Wolkenbildung einbezogen wird. Über feuchten Böden bildet sich eine stärkere Bewölkung, so dass darunter niedrigere Temperaturen entstehen. Das verringert wiederum den Gesamtumsatz des Kohlenstoffkreislaufs und aus dem feuchten Boden tritt weniger Methan aus.
Und wie reagieren die großen Teichlandschaften der Arktis? Hier verursachen Veränderungen in der Vegetation den größten Teil der zusätzlichen Methanemissionen. Durch höhere Temperaturen wird die Vegetation im und um die Teiche üppiger. Dies wiederum fördert die Emission: Die langen Stiele der Pflanzen leiten aus dem Boden entweichendes Methan wie durch einen Strohhalm direkt an die Luft weiter.
Wie können Ernten auch bei steigenden Temperaturen in Zukunft stabil bleiben? CLICCS entwickelt effiziente Anbau-Lösungen im Dialog mit Bäuerinnen und Bauern vor Ort. Feldexperimente in Namibia zeigten, dass Kuhbohnen, die mit effizienten Bakterien zusammen ausgebracht werden, doppelte Erträge erzielen. Akzeptanz für eine Umstellung ist da.