Hamburg Climate Futures Outlook 2024
Hamburg Climate Futures Outlook 2024

Foto: CLICCS, Universität Hamburg
Der Hamburg Climate Futures Outlook 2024 bietet eine einzigartige systematische und globale Bewertung der Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Klimaanpassung, indem er die sozialen Dynamiken der tiefen Dekarbonisierung und die physikalischen Dynamiken in der regionalen Klimavariabilität und Extremereignissen evaluiert. Anhand von neun Fallstudien aus der ganzen Welt werden die Möglichkeiten und wichtigsten Hindernisse für eine nachhaltige Anpassung an den Klimawandel benannt.
HauptaussagenHauptaussagen in Kürze
Den CO2-Ausstoß bis 2050 auf Netto-Null zu reduzieren, ist derzeit nicht plausibel. Vor allem die Strategien von Unternehmen, die Konsumentwicklung und der fehlende Abzug von Finanzmitteln aus fossilen Energien verhindern eine umfassende Dekarbonisierung.
Viele gesellschaftliche Schlüsselprozesse unterstützen zwar die Dekarbonisierung, es fehlt jedoch ein grundlegender Richtungswechsel.
Langfristiger Klimawandel und natürliche Klimaschwankungen zusammen führen zu gravierenden ökologischen und sozioökonomischen Problemen, mit potenziell verheerenden Folgen.
Eine nachhaltige, transformative Anpassung an den Klimawandel ist dringend erforderlich. Derzeit überwiegen jedoch kurzfristige Maßnahmen zur Bewältigung oder Risikominimierung.
Erfolgreiche Strategien zum Klimaschutz müssen inklusiv und vernetzt sein:
- Verschiedene Ebenen und Ressorts müssen zusammenarbeiten, um sich angemessen auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten.
- Unterschiedliche Wissensperspektiven müssen genutzt und gebündelt werden für gerechte Klimaschutzmaßnahmen.
- Politischer, rechtlicher und finanzieller Druck muss für den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen eingesetzt werden.
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Haupaussagen
In einer Welt, in der die Treibhausgasemissionen weiterhin steigen, die Temperaturen höher werden und extremere Wetter- und Klimaereignisse auftreten, stehen Gemeinschaften vor großen Herausforderungen. Eine Anpassung an den Klimawandel ist notwendig, aber nicht alle Anpassungsmaßnahmen sind nachhaltig. Einige Maßnahmen verschlechtern sogar die Bedingungen für Anpassung, besonders auf lange Sicht. Nachhaltige Klimaanpassung ist nicht selbstverständlich, denn ob es eine lokale Gemeinschaft schafft, resilienter zu werden, hängt von verschiedenen gesellschaftlichen Faktoren ab. Anhand von neun Fallstudien identifiziert der Hamburg Climate Futures Outlook 2024 die zentralen Rahmenbedingungen für nachhaltige Klimaanpassung und deren Verbindung zu den Klimaschutzzielen. Der aktuelle Outlook bietet eine realistische Einschätzung, die überzogene Erwartungen korrigiert und die gesellschaftlichen Voraussetzungen für effektives Klimahandeln identifiziert.
Unsere Hauptaussagen sind:
- Die aktuelle Bewertung plausibler Klimazukünfte bestätigt erneut, dass eine vollständige Dekarbonisierung, also Netto-Null-CO2-Emissionen bis 2050, derzeit nicht plausibel ist. Daher ist es weiterhin derzeit nicht plausibel, dass die globale Temperaturerhöhung auf 1,5 Grad Celsius begrenzt werden kann, wie es das Pariser Klimaabkommen vorgibt. Zurzeit unterstützt keiner der von uns identifizierten Schlüsselfaktoren – zehn gesellschaftliche Treiber – die vollständige Dekarbonisierung bis 2050.Sechs Treiber unterstützen zwar eine Dekarbonisierung, allerdings nicht ausreichend stark. Dies sind die UN-Klimapolitik, transnationale Zusammenarbeit, klimabezogene Gesetzgebung, Klimaproteste und soziale Bewegungen, Klimaklagen sowie Wissensproduktion. Der Treiber Medien ist ambivalent, zum Teil unterstützt und zum Teil hemmt er die Dekarbonisierung. Der Treiber Divestment, der Abzug von Finanzmitteln aus fossilen Industrien, hat seit 2023 seine Richtung gewechselt, von einem zuvor unterstützenden Treiber hin zu einem, der sich eher wieder von Dekarbonisierung entfernt. Damit behindern drei Treiber – Divestment zusammen mit Unternehmensstrategien und Konsumverhalten – gegenwärtig die vollständige Dekarbonisierung bis 2050.
- Gesellschaftliche Treiber stehen in unterschiedlichen Wechselbeziehungen zueinander und beeinflussen sich gegenseitig. Alle Schlüsselfaktoren zeigen eine Zunahme in ihrer Dynamik, was zu mehr Klimaschutz beiträgt und auch Ressourcen für jeweils andere Treiber schafft, so etwa durch neue Gerichtsurteile, neue Formen von Wissen oder stärkeren Druck auf die Politik. Doch trotz dieser Fülle an Ressourcen ändern sich die strukturellen und institutionellen Rahmenbedingungen der Schlüsselfaktoren nur wenig, und die nötige qualitative Transformation hin zu einer vollständigen Dekarbonisierung erfolgt derzeit nicht. Einige Treiber zeigen, dass verfügbare Ressourcen auch genutzt werden, um Klimaschutz zu untergraben.
- Interne Klimaschwankungen entstehen spontan und zufällig innerhalb des Klimasystems. Diese interne Variabilität muss explizit berücksichtigt werden, um extreme Ereignisse und ihre Veränderungen besser vorhersagen zu können. Die Qualität dieser Vorhersagen wird von den Unsicherheiten und Beschränkungen der Klimamodelle beeinflusst. Gemeinschaften, die sich an den Klimawandel anpassen müssen, sollten diese Einschränkungen kennen und verstehen. Sie müssen sich an Extremereignisse anpassen, die erheblich von einer internen Klimavariabilität beeinflusst werden. Umfassendes Wissen beeinflusst, wie effektiv und nachhaltig – in Bezug auf Zeitplanung, Konzept und Kosten – Strategien zur Anpassung an extreme Ereignisse und Katastrophen entwickelt werden können.
- Das Zusammenspiel von Klimawandel und interner Variabilität kann Ökosysteme und sozioökonomische Systeme stärker beeinträchtigen als der Klimawandel allein – mit potenziell verheerenden Folgen. Für extreme Wetterereignisse, die auch in Kombination gebündelt auftreten können, müssen Anpassungsstrategien entwickelt werden. Ereignisse in landwirtschaftlichen „Kornkammern“ können zum Beispiel die Ernährungssicherheit regional und weltweit gefährden. Starkregen und schwere Überschwemmungen können Todesfälle verursachen, Infrastruktur zerstören und hohe Kosten verursachen. Hitzewellen in Ozeanen können Ökosysteme zerstören und haben enorme Folgewirkungen für die lokale Bevölkerung.
- Die Analyse von neun Fallstudien identifiziert die wesentlichen Faktoren, die beeinflussen, ob eine nachhaltige Klimaanpassung plausibel ist. Zum Beispiel müssen anhaltende politische Konflikte, gesellschaftliche Ungleichheit und weitere strukturelle Probleme bearbeitet werden, damit nachhaltige Anpassung plausibel wird. Gleichzeitig sollten soziokulturelle Kapazitäten gestärkt werden, um die Lücke zwischen fehlenden Möglichkeiten zur Anpassung und der Anfälligkeit für Klimarisiken vor Ort zu schließen. Klimafreundliche Gesetze, Regeln und Pläne für Anpassungsmaßnahmen reichen nicht aus, solange nicht die beteiligten Menschen vor Ort eingebunden sind und die Maßnahmen auch in die Praxis umgesetzt werden. Gleichzeitig sollten Konzepte zur Anpassung klare Indikatoren und messbare Ziele aufweisen, die wissenschaftlich fundiert sind und auf den Grundsätzen von Klimagerechtigkeit basieren. Die Faktoren, die eine nachhaltige Klimaanpassung ermöglichen, sollten dringend gestärkt werden.
- Eine Schlüsselrolle spielen gesellschaftliche Akteure und lokale Gemeinschaften. Mit partizipativen, ehrlich gemeinten und aktivierenden Angeboten sollte um ihre Beteiligung geworben werden. So können gesellschaftliches Engagement verstärkt und die politisch Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Es gibt großes Potenzial für einen kollektiven gesellschaftlichen Einsatz, um gemeinsam Wissen zu erzeugen und eine nachhaltige Klimaanpassung umzusetzen. Praktische Erfahrungen und lokales Wissen im Umgang mit Extremereignissen und Klimarisiken sind wichtige Grundlagen für die Politik, wenn sie Anpassungsmaßnahmen mit nachhaltiger Entwicklung, Gesundheit und Wohlbefinden erfolgreich in Einklang bringen will.
- Nachhaltige Klimaanpassung erfordert erhebliche Veränderungen auf verschiedenen Ebenen. Dafür müssen die Wechselwirkungen zwischen den Strategien zur CO2-Reduzierung und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels besser verstanden und beachtet werden. Lokale und soziokulturelle Aspekte bei der Konzeption und Umsetzung von Anpassungsstrategien sind wesentlich. Zielkonflikte und potenzielle Synergien sollten bedacht werden. Bestehende nicht nachhaltige Anpassungsstrategien sollten hinterfragt werden, wenn sie auf lange Sicht Irrwege festschreiben. Mehr gesellschaftliche Unterstützung und politisches Handeln ist erforderlich, um strukturelle Transformationen zu erreichen.
- Die Diskrepanz zwischen den vereinbarten Klimazielen und der Umsetzung dieser Ziele besteht fort. Unsere empirischen Analysen zeigen dafür Gründe auf: (1) bestehende Machtverhältnisse und Ungleichheiten, (2) Unterschiede im Verständnis, in der Interpretation und der Übersetzung von klimabezogenen Normen und Praktiken, (3) fehlende politische Kohärenz auf verschiedenen Ebenen der Klimapolitik, (4) Klimaschutz und Klimaanpassung sind vielschichtige und vertrackte Probleme. Darüber hinaus ist ungewiss, wie sich gesellschaftliche und physikalische Prozesse in Zukunft entwickeln und wie deren globale und lokale Dynamiken zusammenwirken werden. Dies alles beeinflusst auf unterschiedliche Weise, ob nachhaltige Klimaanpassung plausibel wird.
Es gibt niemals nur ein einziges Klimaziel oder nur einen Weg, dieses Ziel zu erreichen. Für einen qualitativen Sprung in Richtung CO2-Reduzierung und nachhaltige Klimaanpassung ist es genauso wichtig, hemmende Faktoren zu bekämpfen wie förderliche Prozesse zu stärken. Für den Erfolg von praktischen Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen ist es entscheidend, verschiedene Wissensformen, etwa aus der lokalen Bevölkerung oder von Indigenen Gruppen, einzubeziehen. Effektives Handeln wird möglich, indem soziale Ungleichheiten reduziert, gerechte Aushandlungsprozesse gefördert und Synergien genutzt werden.
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Haupaussagen (in englisch): the most importand findings at a glance (PDF, 0.6 MB)
Fallstudien (in englisch)
Nine case studies:
- Hamburg, Germany
- São Paulo, Brazil
- Ho Chi Minh City, Vietnam
- Rural Areas of Northeast Lower Saxony, Germany
- Rural Communities in Nepalese Highlands, Nepal
- Pastoralists in Kunene, Namibia
- Coastal Adaptation in North Frisia, Germany
- Small Islands Adaptation in the Maldives
- Coastal Adaptation in Taiwan
Full case studies can be found in chapter 5 (page 96-138)

Hamburg, Germany
The Free and Hanseatic City of Hamburg is the second largest city in Germany and is marked by its large port and its direct connection to the North Sea via the river Elbe. Hamburg faces significant climate-related risks, including storm surges, riverine flooding, and pluvial flooding, all worsened by climate change. These risks stem from rising sea levels and the resulting groundwater rise (leading to groundwater flooding), severe storm surges causing coastal floods, and heavy, prolonged rainfall triggering river flooding. The growing occurrence of high-intensity rainfall events and the risk of pluvial flooding are worsened by the increased sealing of urban surfaces due to expanding construction activities.
The city’s main adaptation strategies involve flood protection infrastructure, such as dikes, storm surge barriers, and adaptive urban planning. Hamburg has also invested in nature-based solutions like restoring wetlands, created green spaces to absorb excess water, and a green roof strategy. These responses have been successful in protecting the city from severe flooding, but challenges remain. Rising sea levels and increasing rainfall intensity are testing the limits of the existing infrastructure, requiring continued investment and innovation to keep pace with the evolving climate risks. Overall, Hamburg’s adaptation measures have been effective, but the city needs to explore synergies between climate adaptation and mitigation, such as balancing housing densification with green infrastructure goals. Sustainable climate change adaptation requires comprehensive risk assessments and governance instruments promoting transformative adaptation measures.
São Paulo, Brazil
São Paulo is the largest city and urban economy in Brazil and Latin America. It is marked by accelerated industrialization, aggressive urban expansion and high social inequalities. The city faces major climate-related risks, including floods, droughts, and heatwaves. These challenges are exacerbated by ongoing climate change, environmental degradation, and significant socio-economic inequalities. Climate change is expected to aggravate environmental and urban problems and increase risks, especially for communities already living in vulnerable conditions. The city must respond to expected changes in the distribution, intensity, and frequency of risks related to extreme whether events.
São Paulo has engaged with international climate networks and introduced policies aiming at emission reductions, improved urban infrastructure, and water management. However, implementation of climate adaptation measures is lagging far behind due to political instability and economic interests that prioritize short-term gains over long-term resilience. High social inequalities and the lack of political support to climate action also constrain sustainable climate change adaptation in the city. Despite being a pioneer in terms of climate action in Brazil and internationally, the adaptation measures observed thus far primarily focus on planning and networking, and the climate adaptation goals and specific actions established so far are vague and inadequate. For effective and sustainable climate adaptation, São Paulo needs to address these political and social challenges, improve infrastructure, and ensure more equitable climate resilience across its diverse population.
Ho Chi Minh City, Vietnam
Ho Chi Minh City, Vietnam’s largest metropolis, is one of the world’s most vulnerable cities to climate change impacts. The city faces severe climate-related risks, including urban flooding exacerbated by extreme rainfall, land submersion, and rising temperatures due to climate change. The city’s main adaptation strategies focus on structural measures like dikes, flood gates, and pumping stations, alongside nature-based solutions such as the Phu Xuan wetland park, which helps to absorb excess water and reduce heat stress. While these responses have had some success, significant challenges remain. The city’s reliance on hard infrastructure is constrained by limited funding, a lack of measurable targets, and insufficient public engagement. Additionally, rapid urbanization and inadequate drainage systems continue to exacerbate flooding risks, particularly in low-lying areas. The authoritarian political environment further limits the adoption of more participatory and transformative approaches necessary for long-term resilience.
Overall, Ho Chi Minh City’s adaptation measures have been partially effective, but they require continuous upgrading and a shift towards more integrated, sustainable planning to keep pace with evolving climate risks. Successful sustainable climate change adaptation requires more integrated planning as part of a wider process-orientated transformative adaptation. A stronger involvement of the urban citizens beyond mere awareness raising is regarded as essential to enhance private engagement and to close implementation gaps.
Rural Areas of Northeast Lower Saxony, Germany
Northeastern Lower Saxony, Germany, faces significant climate-related risks, primarily from increased droughts, storms, and pests that have an impact on agriculture and forests. The region’s adaptation strategies include irrigation systems for crops and adjustments in planting and harvesting schedules. Investments in soil fertility, water storage, and drought-resistant crops are adaptation options in the region. Transformative adaptation consists of fundamental changes to the farming system, such as the adoption of organic farming. Forest management focuses on reducing human intervention to allow natural recovery and implementing adaptive measures like planting climate-resilient tree species, also considering the role of forests as carbon sinks.
These strategies have had mixed success. While irrigation and crop adjustments offer short-term relief, more sustainable solutions, like investing in drought-resistant crops or in organic farming, face economic and practical hurdles. Forest adaptation efforts are constrained by the uncertainty of future climate conditions and high costs of new management practices. Challenges such as frequent regulatory changes, lack of trust in politics, adequate financial incentives, and the public image of farming’s negative environmental impact persists. Continued adaptation efforts and policy alignment are necessary to address these evolving climate risks effectively.
Rural Communities in Nepalese Highlands, Nepal
Nepal’s rural regions, with its extreme altitude variations and fragile ecosystems, are highly vulnerable to climate change impacts. Droughts, glacier melt, floods, and heat waves, with extensive effects on the regional hydrological cycles, bear a considerable threat to the well-being of the mountain dwellers and downstream communities. Recent studies indicate that Nepal is among the most affected nations by extreme weather events, with significant elevation-dependent warming expected to intensify future climate risks.
Local communities in Nepal possess a strong awareness and understanding of climate change which complements scarce observational data. Both provide guidance to design appropriate proactive and reactive adaptation measures tailored to the local contexts. Locally induced adaptation measures relate to agricultural diversification, disaster risk management, and community-based initiatives including changing crops, partial drainage of glacial lakes, and community-based seed banks. The Community Adaptation Plan of Action, developed with local input, supports these efforts by identifying and implementing strategies to mitigate climate impacts. Despite these efforts, adaptation challenges remain, including gaps in policy coherence, the lack of adequate and predictable financial and technological support, and the need for better integration of community-level initiatives and local government efforts.
Pastoralists in Kunene, Namibia
In Kunene, Namibia, the key climate-related impacts include extreme droughts, heat waves, and changing rainfall patterns that have an impact on vegetation growth and livestock farming. The projected expansion of arid regions puts pressure on the already vulnerable agricultural systems, affecting food security and the livelihoods of rural communities such as pastoralists. Thus, adaptation strategies in Kunene primarily involve migration and economic diversification, aimed at coping with these adverse conditions. Migration helps pastoralists seek better grazing areas, though it often leads to conflicts over land rights. Diversification attempts, such as communal gardens and fish farming, have been largely unsuccessful in the long run due to economic constraints and conflicts within communities.
In rural areas of Namibia such as Kunene, people are constrained to adapt to climate change on the household level because they lack infrastructure and capital. While the state and NGOs encourage and try to enable some adaptation measures, these are often based on assumptions that contradict local norms and values, making it not plausible that they will become a long-term adaptive strategy. However, while livelihoods have indeed worsened due to global warming, most people in such marginalized economic and political environments experience plenty of ups and downs in their lives regardless of climate change.
Coastal Adaptation in North Frisia, Germany
North Frisia, Germany, faces considerable climate-related risks, including rising sea levels, increased storm surge intensity, and changing precipitation patterns. The region's adaptation strategies have been historically focused on reinforcing traditional diking systems and only more recently on integrating nature-based solutions. The North Frisian governmental coastal protection plan involves regular assessments and upgrades of dikes to address the risks associated with sea-level rise and storm surges. In addition to dike reinforcement, the Strategy Wadden Sea 2100 promotes human-induced but naturally driven sediment relocation, to enhance coastal resilience. The strategy is also an initial attempt to bring together citizens, administrative staff, and scientists.
These adaptation measures have been effective in maintaining coastal protection and also aim at integrating ecological concerns. However, challenges persist, particularly in balancing traditional diking with new nature-based approaches. There is a need for continued innovation and collaboration to address evolving climate risks. Although diking remains a reliable and socially accepted adaptation strategy, due to current and anticipated impacts of climate change, innovative approaches that allow communities, administration, and policy to explore and test new methods of coastal protection are crucial.
Small Islands Adaptation in the Maldives
The Maldives is highly vulnerable to climate-related impacts due to its low elevation and dependence on fragile coral reefs. The primary risks include sea level rise, coastal erosion, and coral bleaching, which threaten the atolls and their ecosystems. In response, the Maldives has implemented various adaptation measures such as constructing sea walls and reclaiming land in creating elevated islands like Hulhumalé. These efforts aim to mitigate the immediate risks posed by rising sea levels and coastal erosion.
However, the effectiveness of these adaptation strategies has been evaluated differently. While some measures have provided relief, others have led to unintended consequences, such as exacerbated erosion and ecological damage. Poor implementation and maladaptive practices, including reef modifications, have sometimes worsened the situation. Additionally, conflicting or contradictory political interests at international, national and local levels impede the consistent application of protective measures across the islands.
Overall, the Maldives has made notable efforts to address climate risks, but challenges remain. Relying solely on standard hard protection methods harms sustainability and biodiversity. Bearing in mind that Maldivian atolls can expand despite sea level rise, healthy coral reefs remain essential for coastal protection. However, existing maladaptation increases unsustainable development and endangers the habitability of the islands.
Coastal Adaptation in Taiwan
Taiwan’s coastal areas are exposed to substantial climate-related risks, including typhoons, extreme rainfall, storm surges, and rapid sea level rise. The island’s adaptation strategies primarily involve constructing hard infrastructure, such as seawalls and coastal barriers, alongside soft measures like beach nourishment. Additionally, Taiwan has developed comprehensive plans through its Coastal Zone Management Act and Climate Change Response Act, which include enhancing coastal protection, preserving marine resources, and improving early warning systems.
These strategies have yielded some success in mitigating coastal hazards and managing extreme weather impacts. However, challenges persist due to fragmented administration, a focus on existing sectoral plans, and limited public engagement. Increasing sea levels and intensified typhoons continue to strain current infrastructure, requiring ongoing adaptation efforts and integration of broader, more flexible strategies to address evolving climate risks.
Taiwan’s frequent experiences with extreme events have generally heightened disaster risk perception, with safety playing a crucial role in social awareness of the coasts. Although climate change adaptation in Taiwan is mainly adopted from existing sectoral plans and strategies, the experiences gained from disaster preparedness and emergency response provides opportunities to enhance climate risk perception. This enhancement can enable a socially improved adaptation to climate change in Taiwan by more effectively leveraging synergies.
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Publikation
Engels, Anita; Jochem Marotzke; Beate Ratter; Eduardo Gonçalves Gresse; Andrés López-Rivera; Anna Pagnone; Jan Wilkens (eds.); 2024. Hamburg Climate Futures Outlook 2024. Conditions for Sustainable Climate Change Adaptation. Cluster of Excellence Climate, Climatic Change, and Society (CLICCS). transcript Verlag, Bielefeld (Germany).
Der Hamburg Climate Futures Outlook 2024 ist als Open Access Publikation beim transcript Verlag erschienen.
- ePUB Version der Publikation (16 MB): Hamburg Climate Futures Outlook 2024: Conditions for sustainable adaptation to climate change
- PDF Version der Publikation (13 MB): Hamburg Climate Futures Outlook 2024: Conditions for sustainable adaptation to climate change
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https://doi.org/10.14361/9783839470817
Print-ISBN: 978-3-8376-7081-3
PDF-ISBN: 978-3-8394-7081-7
EPUB-ISBN: 978-3-7328-7081-3
ISSN of series: 2569-7900
eISSN of series: 2703-1039
Abbildungen
Das untenstehende Material ist Eigentum von CLICCS/Universität Hamburg. Bitte beachten Sie das Copyright.
Bewertung der Anpassung an den Klimawandel...in den untersuchten Städten, ländlichen Regionen und Küstengebieten.
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Abbildung 5.11: Bewertung der Anpassung an den Klimawandel (im Uhrzeigersinn von innen nach außen zu lesen) in den in diesem Kapitel untersuchten Städten (grau), ländlichen Regionen (grün) und Küstengebieten (blau). Sie sind in die Kategorien Krisenbewältigung (coping), allmähliche, schrittweise Anpassung (incremental) und grundlegende Veränderungen durch Anpassung (transformative) unterteilt. Schraffierte Bereiche kennzeichnen dabei eine Tendenz hin zu einem bisher noch nicht erreichten Zustand. Leere Felder bedeuten, dass die Prozesse laut unserer Analyse nicht stattfanden. Farbig markierte Bereiche zeigen an, dass ein Prozess wie beispielsweise Krisenbewältigung verbreitet und etabliert ist.
Standorte der 9 Fallstudien und Auswirkungen des Klimawandels
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Darstellung des MPI-GE (Grand Ensemble). Ensembleläufe von 30 Simulationen für den Zeitraum 1850-2014 zeigen fünf Zukunftsszenarien des Klimas .
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Abbildung 4.1: Die Anfangsbedingungen (Jahr 1850) für die 30 Simulationen stammen aus einer vorindustriellen Kontrollsimulation und repräsentieren verschiedene vorstellbare Klimazustände für dieses Jahr. Das Ensemble von 30 Simulationen für den historischen Zeitraum (1850-2014) umfasst den Möglichkeitsraum des Klimas unter Berücksichtigung von natürlichen Klimaschwankungen (interne Variabilität; blass-blauer Bereich). Der Ensemble-Mittelwert (blaue Linie) schätzt die extern angetriebenen Veränderungen (forced response), zum Beispiel durch anthropogene Emissionen während dieses Zeitraums. Alle 30 Ensembleläufe werden in fünf Zukunftsszenarien dargestellt (SSP1-1.9, SSP1-2.6, SSP2-4.5, SSP3-7.0 und SSP5-8.5), die zeigen, wie das Klimasystem jeweils reagiert (rote und violette Linien), einschließlich der Unsicherheiten durch die interne Variabilität (blass rote bis violette Bereiche).
Als Beispiel dient ein einzelner Ensemblelauf (schwarze Linie), der ausgehend von seinen eigenen Startbedingungen im Jahr 1850 (1), durch den historischen Zeitraum (2) in fünf unterschiedliche Zukunftsszenarien mündet, abhängig vom Emissionsszenario (3-7). Zu verschiedenen Zeitpunkten haben alle Ensembleläufe ihren eigenen Klimazustand, der eine Kombination aus extern angetriebenen Veränderungen und interner Variabilität ist. Beispielhaft zeigen dies die globalen Temperaturmuster des einzelnen Ensemblelaufs zu verschiedenen Zeitpunkten (Globen 1-7). Die Globen 3-7 zeigen dabei die Temperaturerhöhungen jeweils im Jahr 2100.
Klimaschutzmaßnahmen...erwähnt oder gefordert in Medienberichten zum Thema Klimazukünfte in deutschen, indischen, südafrikanischen und US-Medien.
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Abbildung 3.4: Klimaschutzmaßnahmen, erwähnt oder gefordert in Medienberichten zum Thema Klimazukünfte in deutschen, indischen, südafrikanischen und US-Medien (n=734); Daten aus hochwertigen Printmedien, regionalen Printmedien, Boulevardmedien, digitalen Nachrichtenmedien und Wochenzeitschriften.
Fact Sheets
Tabellen
- Tabelle 5.1: Case studies – basic information (PDF, auf Englisch, 5.6 MB)
Ergänzende Aspekte
- The Implications of Degrowth Scenarios for the Plausibility of Climate Futures (BOX I)
(Download Box I als PDF, auf Englisch, 5.4 MB) - The Costs of Military Spending, Wars and the Plausibility of Climate Futures (BOX II)
(Download Box II als PDF, auf Englisch, 1.9 MB) - Toward a More Inclusive and Connected Repertoire of Climate Action (BOX III)
(Download Box III als PDF, auf Englisch, 2.9 MB)
Autor:innen
D’Amico, Emilie (Chapter 3.2, 3.3)
Aykut, Stefan C. (Chapter 2, 3.1, 3.2, 3.6)
Bähring, Jill (Chapter 3.6)
Barkhordarian, Armineh (Chapter 4.4)
Becker, Joscha N. (Chapter 4.5)
Böhner, Jürgen (Chapter 5.7)
Borchert, Leonard (Chapter 4.5)
Brüggemann, Michael (Chapter 3.10)
Brzoska, Michael (Box 2)
Busch, Timo (Chapter 3.7, 3.8)
Commelin, Solange (Chapter 3.7)
Dähnke, Kirstin (Chapter 5.9)
Darjee, Kumar Bahadur (Chapter 5.7)
Deroubaix, Adrien (Chapter 4.2)
Di Giulio, Gabriela (Chapter 5.4)
Dietz, Victoria (Chapter 4.5)
Doong, Dong-Jiing (Chapter 5.11)
Döring, Martin (Chapter 2, 5, 5.1, 5.9, 6)
Duarte, Denise (Chapter 5.4)
Engels, Anita (Chapter 1, 2, 3, 3.1, 3.7, 3.8, 3.9, Box 1, 5.4, 6, Box 3, 7)
Eschenbach, Annette (Chapter 5.6, 5.8)
Frerichs, Lea (Chapter 3.6)
Frisch, Thomas (3.3, 3.7)
Fröhle, Peter (Chapter 5.9, 5.11)
Fünfgeld, Anna (Chapter 3.2)
Gerstenberg, Anne (Chapter 3.4)
Gonçalves Gresse, Eduardo (Chapter 1, 2, 3, 3.9, 3.12, Box 1, 5, 5.1, 5.4, 6, Box 3, 7)
Guenther, Lars (Chapter 3.10)
Haag, Steffen (Chapter 3.4, 3.8)
Hai, Pham Tran (Chapter 5.5)
Hanf, Franziska S. (Chapter 4.3, 5.3)
Henning, Arne (Chapter 5.10)
Huch, Charlotte (Chapter 3.5)
Jantke, Kerstin (Chapter 4.5, 5.6, 5.8)
Johnson, Matthew Philip (Chapter 3.7)
Jordan, Philipp (Chapter 5.9)
Kleinen-von Königslöw, Katharina (Chapter 3.10)
Knieling, Jörg (Chapter 5.3)
Köhl, Michael (Chapter 5.6, 5.7)
López-Rivera, Andrés (Chapter 1, 2, 3, 3.1, 3.11, 3.12, 6, Box 3, 7)
Manojlovic, Natasa (Chapter 5.11)
Marotzke, Jochem (Chapter 1, 2, 4, 4.1, 6, Box 3, 7)
Müller, Franziska (Chapter 3.4, 3.8)
Neuburger, Martina (Chapter 5.6)
Neupane, Prem Raj (Chapter 5.7)
Nguyen, Thuy Thi Thu (Chapter 5.5)
Nhat, Le Hong (Chapter 5.5)
Oberg, Achim (Chapter 6)
Olonscheck, Dirk (Chapter 4.3)
Oßenbrügge, Jürgen (Chapter 5.3)
Pagnone, Anna (Chapter 1, 2, 4, 4.1, 4.6, 6, Box 3, 7)
Pavenstädt, Christopher (Chapter 3.5)
Pein, Johannes (Chapter 5.9)
Perino, Grischa (Chapter 3.4)
Petit, Steven (Chapter 5.5)
Ratter, Beate (Chapter 1, 2, 5, 5.1, 5.9, 5.10, 6, Box 3, 7)
Rothe, Delf (Chapter 3.11)
Rötzel, Theresa (Chapter 3.7, 3.8)
Schlipf, Sonja (Chapter 5.3)
Schnegg, Michael (Chapter 5.8)
Schneider, Uwe (Chapter 5.6, 5.8)
Sillmann, Jana (Chapter 5.3)
Soans, Erika (Chapter 3.9)
Soeira, Marcelo (Chapter 5.4)
Struve, Svenja (Chapter 3.9)
von Szombathely, Malte (Chapter 5.3)
Waibel, Michael (Chapter 5.5)
Wang, Hsiao-Wen (Chapter 5.11)
Wickel, Martin (Chapter 3.4, 5.3)
Wilkens, Jan (Chapter 1, 2, 3, 3.1, 3.2, 3.5, 3.11, Box 1, 6, Box 3, 7)
Zengerlin, Cathrin (Chapter 3.3, 3.4)
Zahid (Chapter 5.10)