CLICCS
and Society (CLICCS)
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4. März 2026, von Thomas Merten

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Hitzewellen in Europa werden nicht nur häufiger und intensiver, sondern auch weniger berechenbar. Eine Studie von Dr. Goratz Beobide-Arsuaga zeigt: Die globale Erwärmung verstärkt die interne Variabilität des Klimasystems.
„Europa ist ein Hotspot. Die Intensität von Hitzewellen steigt hier drei- bis viermal schneller als in anderen Regionen der nördlichen Mittelbreiten“, sagt Beobide-Arsuaga. Entscheidend ist die Bodenfeuchte. Schwanken Böden zwischen feucht und trocken, verstärkt das Hitzeextreme. Trocknen sie aus, fehlt die kühlende Verdunstung – und die Temperaturen steigen abrupter.
In Südeuropa sind Böden bereits so trocken, dass weitere Austrocknung kaum zusätzliche Effekte hat: Die Hitze bleibt hoch, die Schwankungen nehmen ab. Mitteleuropa erlebt hingegen zunehmend chaotische Sommer, wie sie einst eher im Mittelmeerraum üblich waren.
Auf Basis von rund 250 Klimasimulationen trennten die Forschenden erstmals in ihren Messdaten die interne Variabilität vom langfristigen Erwärmungstrend. Mit der Erkenntnis: Nicht nur die Mittelwerte steigen – auch das „Flackern“ des Klimasystems nimmt zu.
Für die Anpassung heißt das: Neben der stetigen Erwärmung müssen auch plötzliche Rekordextreme einkalkuliert werden.
Der Artikel wurde im CLICCS Quarterly veröffentlicht, den Forschungsnews des Exzellenzclusters "Climate, Climatic Change, and Society".